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Seemannsgarn

Wie ein großes Leck abgedichtet wird!


Spezialist für Seemannsgarn ist Kap Hoorn (Spitzname), Matrose auf dem Ewer von Klaus Meewes (Seefahrt ist Not, Gorch Fock). Eine wie ich finde hübsche Geschichte von ihm (und von mir aus ferner Erinnerung nacherzählt) ist die folgende: Während einer Fahrt als Matrose auf einem Vollschiff wird Wassereinbruch gemeldet. Der Zimmermann kann bald danach das Leck lokalisieren. Es wird gepumpt was das Zeug hält, dabei aber mehr Schweiß vergossen, als gelenzt werden kann. Das Wasser kommt mit soviel Druck durch das Leck, dass an ein Dichten von innen nicht zu denken ist. Ob die rettende Idee nun von Kap Hoorn selbst oder vom Schiffszimmermann kommt weiß ich nicht mehr, jedenfalls wird ein Köder an einen Haken gebracht und das Ding an die Lotleine gebracht. Danach kommt der ganze Klimbim durch das Leck ins Wasser. Es dauert auch nicht lange und ein ordentlicher Herr von einem Fisch beisst an. Schnell wird die Leine dicht geholt und schuppige Geselle soweit es geht in das Leck gezogen. Dicht. Und wer das nicht glaubt, der soll erst mal sechzehn Mal ums Hoorn fahren, bevor er dem alten Kap Hoorn was von Seemannsgarn erzählt.
Quelle: Andre Tornow, Gorch Fock: "Segeln ist Not"



Neue Theorie zur Erklärung des Phänomens Gas versenkt Schiffe im Bermuda-Dreieck!


London - Allein in den letzten hundert Jahren sind im "Bermuda-Dreieck" zwischen den Bermudas, Puerto Rico und Florida über 20 Flugzeuge und an die 50 Schiffe verunglückt beziehungsweise verschwunden. Der britische Geologe Ben Clennel wartete mit einer neuen Theorie zur Erklärung des seltsamen Phänomens auf.
Eine Substanz auf dem Meeresboden, die Gashydrate enthält, eine kristalline Substanz aus Eis und Methan, könnte der Schlüssel sein. Erdrutsche auf dem Meeresboden, zu denen die zerklüftete Region auf dem Grund des Bermuda-Dreiecks neigt, setzen die im Meeresboden eingelassenen Gashydrate frei. Sie steigen in kartoffelgroßen Klumpen an die Oberfläche und schäumen bei der Auflösung, wenn das Gas freigesetzt wird.
Diese Gase verändern die Dichte des Meerwassers, so dass ein Schiff seinen normalen Auftrieb verliert, wesentlich schwerer wird und in die Tiefe gerissen werden kann. Die Gase, so der Wissenschaftler kürzlich auf dem Jahreskongress des Verbands der britischen Naturwissenschaftler, können aber auch in die Atmosphäre aufsteigen, so dass das leicht brennbare Methangas Flugzeugmotoren zur Explosion bringen kann. Allein im Jahre 1945 verschwanden im Bermuda-Dreieck fünf Bomber der US-Marine auf einem Übungsflug: Nie wurden Wrackteile gefunden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ALBATROS,



Ins Wasser navigiert!


Berlin - Weil das GPS-Navigationsgerät seines Autos den Weg nicht genau kannte, ist ein 57jähriger Autofahrer mitsamt Fahrzeug und Beifahrerin am ersten Weihnachtsfeiertag in die Havel gestürzt. Beide Insassen blieben unverletzt. Das Gps-Navigationsgerät hatte offenbar die Fähre Caputh bei Potsdam nicht eingespeichert und statt dessen eine Brücke ausgewiesen: Der Fahrer war deshalb einfach geradewegs ins Wasser gefahren. Das Auto, das vier Meter entfernt auf dem Grund der Havel lag, wurde geborgen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ALBATROS,



Kuh nach Flug in Seenot...


LONDON. Die dpa hat's gemeldet, und fast alle Zeitungen haben's gedruckt: Eine walisische Kuh ist von einer 50 Meter hohen Klippe der Halbinsel Lleyn ins Meer geplumpst und durch die Strömung in die Irische See getrieben worden. Nach 24 Stunden ist sie von den Crews eines Rettungskreuzers und eines Fischerbootes gerettet worden. Wenige Stunden danach habe sie wieder friedlich auf der Weide gegrast, so der Besitzer.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß


Am 5. Dezember 1664 sinkt ein Atlantiksegler vor der walisischen Küste. Es sind 81 Menschen an Bord, einer davon, mit Namen Hugh Williams, überlebt. An einem anderen 5. Dezember 120 Jahre später versinkt ein anderes Schiff mit 60 Passagieren, der einzige Überlebende heißt Hugh Williams. Und als am 5. Dezember 1860 ein weiteres Schiff mit 25 Passagieren sinkt, heißt der einzige Überlebende ebenfalls Hugh Williams.


Im Jahr 1898 erschien der Roman 'Futility' von Morgan Robertson. Darin wird beschrieben, wie im Nordatlantik ein Schiff gegen einen Eisberg kracht. Dieses erfundene Schiff nannte der Autor 'Titan'. 1912 stieß in genau jenem Teil des Atlantiks ein wirkliches Schiff gegen einen Eisberg: die berühmte 'Titanic'. Und das gleiche wiederfuhr dort 1939 einem anderen Schiff mit dem Namen 'Titanian'.


In 'The Narrative of Arthur Gordon Pym' schildert der Autor Edgar Allan Poe, wie drei schiffbrüchige Seeleute in ihrer Verzweifelung einen Kabinenjungen namens Richard Parker töten und aufessen. 50 Jahre später müssen sich tatsächlich drei schiffbrüchige Seeleute vor Gericht verantworten, weil sie Kannibalen wurden - an einem Kabinenjungen namens Richard Parker...
Quelle: Peter O.Walter , SY ALBATROS



Unsere Meldung vom 29.4.: 'Fliegende' Kuh versenkt Fischerboot


Alles Lüge: Fliegende Kühe gibt es nicht! Düsseldorf/Moskau (rpo). Etwas wortkarg reagieren deutsche Diplomaten in Moskau z.Z. auf Fragen zu fliegenden Kühen.
Journalisten haben herausgefunden (nachdem Boulevardblätter die Geschichte sogar auf Seite 1 brachten), dass die Geschichte erstunken und erlogen ist. Und so kam es: Die Geschichte war ein Beitrag zum "Darwin-Award" im Internet, bei der die seltsamsten Todesfälle geklärt werden. Ein schottischer Journalist machte die Geschichte zum Zeitungsthema. Von dort aus wanderte sie auf ungeklärten Pfaden zur amerikanischen Botschaft in Moskau. Die internet-erfahrenen Diplomaten kringelten sich und steckten die Geschichte unbedarften Kollegen anderer Missionen.
Die deutsche Botschaft kabelte die fliegenden Kühe als vertrauliche Note zum Außenministerium nach Bonn. Und weil die Meldung vertraulich war, wurde sie auch einem Journalisten einer Presseagentur gesteckt. Der Rest ist Geschichte ...
Quelle: Thomwald@bora.dacom.co.kr (Thomas Waldherr)



Fliegende' Kuh versenkt Fischerboot


Im Ochotskischen Meer (Insel Sachalin, nördlich von Japan) ist eine Kuh vom Himmel gefallen und hat beim Aufprall ein japanisches Fischerboot versenkt.
Die Begebenheit wurde als Beispiel für den desolaten Zustand der russischen Streitkräfte und der russischen Flugsicherung geschildert: Russische Soldaten (der Gerechtigkeit halber sei erwähnt, dass russische Soldaten oft seit 6 - 12 Monaten vergeblich auf ihren Sold warten!!!) hatten eine Herde Kühe gestohlen und wollten sie mit einer Transportmaschine wegfliegen. Die Kühe wurden im Inneren des Flugzeugs jedoch nicht angebunden. Als die Tiere während des Flugs in der Maschine unruhig wurden, wurde das Flugzeug instabil und den Soldaten blieb nichts anderes übrig, als die Herde über die Heckklappe 'ins Freie' zu treiben. Das 'Freie' lag allerdings 2000 Meter tiefer.
Eines der Tiere traf das japanische Fischerboot, das sofort unterging. Die Fischer konnten unverletzt geborgen werden.
Von: Peter O.Walter, SY ALBATROS,



Sehr geehrte Herren


mit Bedauern und in Eile schreibe ich Ihnen diesen Brief. Mit Bedauern deswegen, weil ein kleines Missverständnis zu den im folgenden aufgeführten Umständen führte, und in Eile, um sicherzustellen, dass Sie diesen Bericht noch vor dem Zeitpunkt erhalten, an dem Sie sich Ihre eigene vorgefasste Meinung über die Angelegen- heit aus den Berichten der Weltpresse, von der ich sicher bin, dass sie dazu neigt, die Affäre zu überdramatisieren, bilden werden.
Wir hatten gerade eben den Lotsen aufgenommen, und der nautische Assistent war gerade vom Austauschen der Flagge G durch die Flagge H zurückgekehrt. Es war seine erste Reise, und er hatte daher Schwierigkeiten, die Flagge G aufzurollen.
Ich entschloss mich daher, ihm zu zeigen, wie man das macht. Und als ich zum letzten Teil gekommen war, sagte ich ihm: "Lass fallen". Der Bursche war, obwohl willig, nicht allzu intelligent, und es wurde daher nötig, dass ich meine Anweisung in einem schärferen Ton wiederholte.
In diesem Moment erschien der Erste Offizier aus dem Kartenraum, in dem er des Schiffes Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet hatte und dachte, dass sich diese Anweisung auf den Anker bezog, und wiederholte dem Dritten Offizier auf der Back gegenüber "lass fallen". Der Backbordanker, der klar gemacht worden war, aber noch nicht aus der Klüse gefiert war, wurde prompt fallengelassen. Die Wirkung des fallenden Ankers aus der Klüse, während sich das Schiff noch mit voller Hafengeschwindigkeit bewegte, war zu groß für die Ankerspillbremse, und die gesamte Länge der Backbordankerkette wurde komplett herausgerissen. Ich befürchte, dass der Schaden am Kettenkasten nicht unbeträchtlich sein könnte. Der Bremseffekt des Backbordankers ließ das Schiff in diese Richtung ausscheren, geradewegs in Richtung der Klappbrücke, die als Seitenbegrenzung des Flusses, auf dem wir uns vorwärts bewegten, anzusehen ist.
Der Brückenwärter zeigte eine große Geistesgegenwart, indem er augenblicklich die Brücke für mein Schiff öffnete. Unglücklicherweise dachte er allerdings nicht daran, den Straßenverkehr vorher anzuhalten. Das Resultat war, dass die Brücke teilweise geöffnet war und ein Volkswagen, zwei Fahrradfahrer und ein Viehtransporter auf dem Vorschiff landeten.
Meine Schiffsbesatzung sammelt im Augenblick den Inhalt des letztgenannten zusammen, von dem ich, nach dem Geräusch zu schließen, sagen würde, dass es Schweine waren. In seinem Bemühen, die Vorwärts- Bewegung des Schiffes aufzuhalten, ließ der 3. Offizier den Steuerbordanker fallen. Viel zu spät, um noch wirksam zu werden, da dieser direkt auf den Kontrollraum des Brückenwärters fiel.
Nachdem der Backbordanker gefallen war und das Schiff andrehte, legte ich den Maschinentelegraphen zweimal auf volle Kraft zurück. Persönlich rief ich den Maschinenraum an und gab Anweisung auf volle Rückwärtsumdrehungen. Ich wurde von dort informiert, dass die Wassertemperatur 11,5 Grad betrüge, und gleichzeitig gefragt, ob abends ein Film gezeigt werden würde. Meine Antwort hierauf würde kein konstruktiver Beitrag zu diesem Bericht sein.
Bis jetzt habe ich meinen Bericht auf die Aktivitäten auf dem Vorschiff meines Schiffes beschränkt. Achtern hatte man seine eigenen Probleme. In dem Augenblick, als der Backbordanker fallengelassen wurde, beaufsichtigte der 2. Offizier das Festmachen des Achterschleppers, auf dem gerade die Festmacherleine gefiert wurde.
Der plötzliche Bremseffekt des Backbordankers ließ den Schlepper unter das Heck meines Schiffes laufen, gerade in dem Augenblick, als die Schraube auf meine Anweisung "volle Kraft zurück" reagierte.
Das blitzartige Belegen der Schleppleine durch den 2. Offizier verzögerte den Untergang des Schleppers für einige Minuten, die eine sichere Abbergung der Mannschaft des Schleppers ermöglichten.
Es ist eigenartig, aber im selben Augenblick, als der Backbordanker fallengelassen wurde, gab es an Land einen Kurzschluß. Die Tatsache, dass wir gerade über ein Kabelgebiet fuhren, läßt mich vermuten, dass wir irgend etwas auf dem Flussbett berührt haben könnten. Glücklicherweise waren die Hochspannungskabel, die durch den Vormast heruntergeholt wurden, nicht aktiv. Möglicherweise sind sie gerade durch das Unterwasserkabel ersetzt worden. Da es an Land stockdunkel war, ist es mir unmöglich, zu sagen, wohin der Hochspannungsmast gefallen ist.
Die Reaktionen und das Betragen von Fremden in den Augenblicken von kleinen Krisen erstaunen mich doch immer wieder. Der Lotse hat sich z.B. in die Ecke meiner Tageskabine verkrochen, summt gelegentlich vor sich hin und heult, nachdem er eine Flasche Gin geleert hat in einer Zeit, die es wert wäre, in das Guiness-Buch der Rekorde eingetragen zu werden. Der Schlepperkapitän reagierte auf der anderen Seite gewalttätig und mußte vom Steward mit Macht zurückgehalten werden, indem er ihm Handschellen anlegte und in das Schifsshospital beförderte, wo er mir und meinem Schiff die unmöglichsten Dinge androhte.
Ich füge diesem Schreiben die Namen und Adressen der Fahrer und der Versicherungsgesellschaften der Fahrzeuge auf meinem Vorschiff bei, welche der 3. Offizier eingesammelt hat, nachdem er sich schnellstens von der Back entfernt hatte.
Diese Unterlagen werden es Ihnen ermöglichen, den Schaden, den sie an den Relingsstützen und der Luke eins anrichteten, zu reklamieren.
Ich beende nun diesen Bericht, da es mir schwerfällt, mich beim Heulen der Sirenen und den Blaulichtern der Polizeiwagen zu konzentrieren.
Es ist wirklich traurig, wenn man bedenkt, dass, hätte der nautische Assistent bemerkt, dass man nach Anbruch der Dunkelheit keine Lotsenflagge mehr zu setzen braucht, nichts von allem passiert wäre.
Dem wöchentlichen Rechenschaftsbericht werde ich die Verletztenzahl von T/750101 bis T/750199 ausführlich beifügen.
Mit Ergebenheit,
Master


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