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ZYPERN

Die Insel der Götter


PAPHOS

die erste griechisch-zypriotische Anlegemöglichkeit wenn man von der türkischen Küste kommt ist bei südlichen Winden ein sehr unsicherer und fast immer mit Ausflugs- und Fischerbooten voll belegter Hafen. Die Stadt hat eine der schönsten Flaniermeilen auf Zypern und bietet fast alles was das Shoppingherz sich wünscht. Meistens sind die Luxusgüter hier auch noch erheblich preisgünstiger als in Deutschland.
Von Paphos empfiehlt es sich den westlichen Teil der Insel und das Troodosgebirge zu Erkundigen.
Im etwas an Bb. liegenden geschützteren Hafenbecken sind die Ankerplätze meistens sehr begrenzt. An dem bei SE-Wind fast ungeschützten Anleger gibt es immer wieder ein paar freie Liegeplätze. Bei guter Laune des diensthabenden Polizisten ist eventuell ein Plätzchen neben dem Polizeiboot zu bekommen, hier liegt man am sichersten. Leider beträgt die Wassertiefe dort nur max. 2,10 Meter, was für uns nicht mehr ausreichte.
Die Einklarierungsbehörden sind in dem neuen Hafenkomplex direkt im Anschluß an die Hafenrestaurants untergebracht.
Für Yachten die vom türkischen Festland kommen ist das Einklarieren kein Problem, außer das Schiff war irgendwann in einem Hafen des türkisch besetzten Teil Zyperns.
Der Hafenmeister, vor allem sein Gehilfe Toni sind sehr hilfsbereit und stehen bei allen Problemen zur Seite.
Beim Einlaufen während der Behördendienstzeit (Mo.-Fr. von 08:00 bis 14:00 Uhr) sollte man sich auf Kanal 16 anmelden.
Die Liegegebühr von ca. 2.- Cyprus Pounds pro Tag für eine 15 Meter Yacht sind sehr moderat.




St. RAPHAEL Marina in Limassol ist die best geschützteste Marina an der Südküste. Die Ansteuerung ist bei Tag und Nacht problemlos möglich.
Auch hier ist während der Dienstzeit eine vorherige Anmeldung auf Kanal 16 sehr wünschenswert.
Es gibt immer ein paar freie Plätze für Kurzzeitlieger (ein paar Wochen), doch an Jahresliegeplätze ist hier nicht zu denken. Überwinterer gibt es in der Marina fast keine. Die Versorgungseinrichtungen sind gut, das Marinapersonal nicht gerade sehr freundlich und hilfsbereit. Die Liegeplatzgebühr mit ca. 8.- Cyprus Pounds pro Tag für 15 Meter Schiffslänge ist noch erträglich.
Limassol bietet viele Einkaufsmöglichkeiten, die Stadt ist leider über 10 Kilometer von der Marina entfernt und mit öffentlichen Verkehrsmittel oder mit dem Taxi zu erreichen.

LARNACA Marina ist die größte Marina Zyperns und im Winter mehr als nur voll belegt. Um hier einen Liegeplatz zu bekommen muß man schon mal für ein paar Tage im Außenhafen Platz nehmen was bei NE-SE Winden sehr ungemütlich werden kann. In der Marina (Innenhafen) bekommt man, sobald wieder eine Yacht an Land verbracht wurde, für einen beschränkten Zeitraum einen Liegeplatz zugewiesen.
Die Versorgung mit Bootszubehör sowie mit Lebensmittel ist in der in unmittelbarer Nähe liegenden Stadt kein Problem.
Das Leben in der Marina ist durch die vielen Überwinterer sehr rege und angenehm.
Der Liegeplatz kostet 30 Cent pro Meter L.O.A. pro Tag, Minimum sind 3 Tage. Die Liftgebühren belaufen sich auf 2.35 CP per qm für das Rausholen und ebensoviel für das zu Wasser lassen.
Es ist auf keinen Fall anzuraten von Girne oder Farmagusta nach gr. Zypern zu segeln. Die Überwachung der türkischen Häfen funktioniert von griechischer Seite hervorragend und die Marine-Polizei leitet nach dem Einklarieren in einem der o.g. Häfen ein Strafverfahren gegen den Skipper ein. Bei allen mir bekannten Vorfälle dieser Art wurden die Skipper dieses, sowie letztes Jahr zu einer Geldstrafe von 500 Cyprus Pounds (ca. 1500.- DM) verurteilt. Yachten die bei der E.M.Y.R. teilgenommen haben und von Israel oder Ägypten einen der o.g. Häfen anlaufen oder angelaufen haben, müssen mit größten polizeilichen Schwierigkeiten rechnen. Auf allen Marine-Polizei Dienststellen liegen die Teilnehmerlisten dieser Rallye aus.
In jedem Hafen von griechisch Zypern muß neu einklariert werden. Die Polizei konfisziert die Reisepässe, dafür bekommt man ein Landing-Permitt ausgestellt. Dieses muß, nur in Paphos jeden Abend bei der Marine-Polizei wieder abgegeben werden.

Die Republik Nordzypern wird von keinem Staat der Welt, außer der Türkei anerkannt.
Das Anlaufen des wunderbaren antiken Hafens von
GIRNE ist bei jeder Wetterlage und Uhrzeit möglich. Der alte Hafen von Girne ist sehr gut geschützt. Der neue Hafen ist für Yachten nicht unbedingt zu empfehlen denn dort herrscht zum Teil reger Fähr- und Ausflugsverkehr sowie bei NE-Wetterlage auch ein starker Schwell. Bis ins Zentrum ist es von hier auch ein langer Fußmarsch.
Solange im alten Hafen noch ein Platz zu bekommen ist sollte man den auch annehmen.
Die Behörden sind sehr freundlich und hilfsbereit, in den Paß gibt es keine Einreisestempel. Einklarieren ist ohne Probleme möglich, egal aus welcher Ecke man kommt.

Der Hafen von FARMAGUSTA im SE gelegen, noch in der Republik Nordzypern war vor 1974 der größte Handelshafen Zyperns. Heute ist dort alles etwas verfallen.
Die Stadt leidet ebenso wie der ganze Nordteil unter dem internationalen Staatenboykott.
Die Ansteuerung ist bei Tag und Nacht möglich, es ist aber wie fast überall um Zypern mit großer Vorsicht zu navigieren. Die Insel ist umgeben von Untiefen und Riffs, die schon manchem Schiff zum Verhängnis wurden.
Trotz all den kleineren und größeren Problemen mit den Behörden ist Zypern immer wieder eine Reise wert.
Lohnende Ziele von Zypern aus sind Beirut im Libanon oder Haifa in Israel. Ausflüge nach Port Said in Ägypten oder nach Lattakia in Syrien sind sicherlich auch noch sehr interessant.




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