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Segeln und Tauchen im Roten Meer



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Das Mittelmeer und das Rote Meer sind Schwestern. Beides sind tiefe, beinahe geschlossene Gewässer und nur durch seichte und schmale Meerengen mit den Ozeanen verbunden. Das östliche Mittelmeer und das nördliche Rote Meer sind nur durch einen schmalen, nicht sehr hohen Landstreifen voneinander getrennt, durch den vor mehr als einem Jahrhundert der Suez-Kanal gegraben wurde.

Der Kanal durchquert die Bitterseen, die während 70 Jahren eine salzhaltige Barriere bildete und Pflanzen sowie Tiere daran hinderte, von einem Meer ins andere zu gelangen. Der Grund dieses Sees war mit einer Salzkruste üerzogen. Der jedes Jahr über die Ufer tretende Nil war ein weiteres Hindernis, denn das Wasser spühlte die Organismen weg, die sich im Mittelmehr neben der Kanalöffnung anzusiedeln versuchten. Das Salz hat sich jedoch im Laufe der Jahre aufgelöst, und die Wassermenge des Nils wird nun vom Assuan-Damm reguliert. Diese beiden Hindernisse sind also verschwunden, und verschiedene Organismen konnten den Kanal durchqueren (indem sie der Hauptströmung folgten) und sich im Mittelmeer ansiedelten. Deshalb kommen die meisten Migranten von diesem Golf, wo die Artenvielfalt zunimmt, je näher man zum Roten Meer gelangt. Die ersten grossen und aufsehenerregenden Riffe kommen in der Meerenge von Jubail vor.

Der Golf von Akaba ist der andere Golf, der an die Sinai-Halbinsel grenzt. Er unterscheidet sich stark vom Golf von Suez, weil er felsig und sehr tief ist, während der Golf von Suez sedimentär und relativ seicht ist. Er ist sozusagen eine kleine Ausgabe des Roten Meeres, das phantastische Korallengärten birgt. Eine weitere interessante Besonderheit des Golfs von Akaba ist die einzigartige Makroplanktonfauna (Quallen, Venusgürtel, Seegurken usw.), die jeden Frühling erblüht.

In alten Zeiten ging hier eine der wichtigsten Strassen für den Austausch von Waren zwischen der östlichen und der westlichen Welt durch. Die nabatäischen Händler schlugen phantastische Gräber in die Felsen von Petra und die Römer bauten ihre südlichsten Monumente im Wadi Rum.

Sharm El Sheikh, zwischen den beiden Golfen an der Spitze des Sinai gelegen und inzwischen marines Naturschutzgebiet, bietet eine der schönsten Unterwasserlandschaften der Welt. Vier Forschungsstationen für Meereswissenschaft gibt es in diesem Gebiet: in Hurgadah und Sharm El Sheikh (Ägypten), Eilat (Israel) und Akaba (Jordanien). Jene von Hurgadah, die vor über hundert Jahren durch den ägyptischen Meeresbiologen Ahmed Goar gegründet wurde, ist die älteste, zurzeit aber die am wenigsten aktive.

CorallenObwohl sie weit jenseits vom Wendekreis des Krebses (der eigentlichen Grenze der Verbreitungsgebiete der Riffe in der nördlichen Hemisphäre) wachsen, gehören die Korallenriffe des Roten Meeres zu den schönsten und besterhaltenen Riffe der Welt. Die Klimaschwankungen, aufgrund derer 1997-1998 die meisten lebenden Korallendecken im Indischen und Pazifischen Ozean abstarben, konnten den Riffen im Roten Meer nur wenig anhaben.

Hinzu kommt, dass die Küsten des Roten Meeres wenig bevölkert sind. Daher sind diese Riffe (mit Ausnahme von Ägypten, dessen Tourismus stark entwickelt ist) nicht direkt den Einflüssen des Menschen ausgesetzt. Dies trifft vor allem auf die unberührten Riffe zu, die an die saudiarabische Küste des Golfes von Akaba und an das nördliche Rote Meer zwischen den Städten Haql und Yanbu Al Bahar grenzen. Darüber hinaus macht das kristallklare Wasser des Roten Meeres aus ihnen ein echtes Paradies für Unterwasserfotos und -Videoaufnahmen.


corals Später haben wir das Rote Meer zwischen Jeddah und Port Sudan überquert, um die Riffe der sudanesischen Küste zu besuchen, vor allem jene von Shab Rumi, wo es noch Reste der Unterwasserbehausungen zu sehen gibt, die Jacques Cousteau für die Aufnahmen seines zweiten berühmten Films 'Die Welt ohne Sonne' gebaut hatte.

Und schliesslich haben wir den Mishwa-Archipel vor der eritreischen Küste und die berühmten, 'Sieben Brüder' genannten kleinen Inseln in der Meerenge von Bab El Mandeb besucht. In den Gewässern der Meeresenge wimmelt es von Fischschwärmen, die sich zwischen dem Roten Meer und dem Indischen Ozean hin und her bewegen. Zahlreiche Teufelsrochen tummeln sich in der Strömung, und nicht selten sind auch Walhaie zu beobachten.

Unsere Reise geht schliesslich in Dschibuti zu Ende, wo wir den Goubet Al Gharab besuchen, einen vom Meer gefüllten Krater, der sich an der Spitze des Golfs von Tajoura befindet. Wir statteten auch dem weit unter dem Meeresspiegel liegenden Assalsee mit seiner "Eisdecke" aus Salz - eine Art Totes Meer - einen Besuch ab, und wir bereisten die umliegende Wüste mit ihrer Kraterlandschaft, den heissen Quellen und vulkanischen Fumarolen.




Das Seegebiet um Safaga und Hurghada zählt immer noch zu den sichersten und schönsten
Tauchreviere im Roten Meer!




Safaga ist ein kleiner Hafenort am Roten Meer, ca. 50 Km von Hurghada entfernt. Rund um Safaga gibt es einige große Hotels. Meist ist eine Tauchbasis direkt vor Ort.
Der Ort selbst bietet dem Touristen wenig sehenswertes. Rundherum nichts als Wüste.
Um das Nachtleben zu erkunden oder zum Einkaufsbummel fährt man besser nach Hurghada.

Zum Speisen!
Wer hier nicht mit Magenproblemen und Durchfall zu kämpfen hat der kann sich glücklich schätzen. Man sollte unbedingt seine Reiseapotheke mit einigen Mittelchen gegen solche Probleme auffüllen.

Tauchplätze und Riffe!
Seit Ägypten als Tauchparadies entdeckt wurde wird auch sehr stark auf den Schutz der Riffe und der Meerestiere geachtet. Es wird sehr streng und genau darauf geachtet, daß die Korallen und Unterwasserpflanzen nicht berührt und beschädigt werden. Das Tauchen mit Handschuhen ist allgemein verpönt und wird von den Tauchbasen auch strickt verboten. Wer am Flughafen mit Korallen im Gepäck erwischt wird muß mit großen Geldstrafen rechnen. Daran sollte man immer denken denn oft werden Schmuckstücke aus Korallen von Einheimischen zum Kauf angeboten. Auch diese Stücke dürfen nicht ausgeführt werden !!

An den Riffen rund um Safaga wird bereits seit einiger Zeit schon an Bojen geankert. Die meisten Riffe, die zum tauchen angesteuert werden, verfügen über feste Bojen an denen die Schiffe festgemacht werden können um zu vermeiden das Anker einfach in die Riffe geworfen werden. Dies hat in der Vergangenheit einen großen Teil der Korallen zerstört. In Hinblick auf den immer größer werdenden Ansturm von Tauchern sind diese Maßnahmen unbedingt nötig sonst werden auch diese Riffe, genau wie auf den Malediven, auf lange Zeit zerstört werden.

Einige empfehlenswerte Tauchplätze!

Tubya Hamra:
terrassenförmig abfallendes Riff Tiefe: ca. 20 Meter. Muränen, Napoleon

Tubya Arba:
7 Säulen, je 2 im Paar und 1 etwas abseits alleinstehend. Sehr beliebtes Tauchziel. Daher immer viel los. Tiefe: ca. 18 Meter. Weichkorallen, Seenadeln, Rotfeuerfische

Sandy Island:
Wird leider oft bei stürmischer See angefahren und ist deshalb etwas beschädigt. Tiefe: ca. 25 Meter, sanft abfallendes Riff. Picasso Drücker

Middle Reef:
Rifformationen mit Durchbrüchen und kleinen Kanälen Tiefe: ca. 18 Meter. Muränen, Napoleon

Corall-Garden
Schöner Korallengarten Tiefe: ca. 18 - 20 Meter. Roter Zackenbarsch, Blaupunktrochen

Sha´ab Claude:
Großer Riff Block mit einem davorstehenden kleineren Block. Sehr schön bewachsen, teilweise am kleineren Block etwas Strömung. Schöne Passage durch den Kanal zwischen beiden Blöcken durch. Tiefe: ca. 20 Meter Korallengarten






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