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Israel

Das Heilige Land !



Die Küste Israels bietet keine geschützten Buchten oder Kaps, die einzige Bucht ist die grosse Bucht von HAIFA.
Der Carmel Yachtclub Haifa hat einen, in Eigenregie gebauten Yachthafen. Der Hafen bietet geschützte Liegeplätze bei allen Windrichtungen, außer bei NW-Winden. Die Liegegebühr beträgt $ 10.- pro Tag incl. Strom und Wasser. Der Weg in die Stadt oder zum Einkaufen ist nur mit dem stündlich fahrenden Bus zu bewerkstelligen. Durch die in den Wintermonaten häufiger auftretenden starken NW-Winde haben sich immer mehr Segler in den weiter Flußaufwärts gelegenen Fischereihafen verholt. Der Yachtclub wird im nächsten Jahr folgen. Der Fischereihafen wird zur Zeit zu einer Marina ausgebaut und bietet sehr gut geschützte Liegeplätze. Die Tiefen sind mehr als ausreichend, in der Zufahrt habe ich über neun Meter gelotet.

Die Marina AKKO nördlich von Haifa ist nur sehr begrenzt nutzbar. Die Tiefe in der Marina beträgt max. 2.9 Meter. Es liegen hier fast nur einheimische Yachten und da nur 85 Liegeplätze zur Verfügung stehen ist auch selten ein Platz frei, Einklarieren ist nicht möglich.

HERZELYA zur Zeit die größte Marina in Israel bietet jeglichen Komfort, die Preise sind dementsprechend hoch. Der Liegeplatz pro Nacht liegt für unser 16 Meter Schiff bei EURO 50.-. In der Marina herrscht fast immer leichter Schwell. Die Ansteuerung ist in der Nacht leichter zu finden als am Tage.



TEL-AVIV Marina mitten in der Stadt bietet auch jeglichen Service. Die Ansteuerung bei Tag und Nacht möglich. Die Wassertiefen in der Einfahrt verändern sich sehr schnell. Wenn wieder frisch ausgebaggert wurde beträgt sie über 4 Meter. Des öfteren ist die Einfahrt aber so versandet, daß man nur noch 2,5 Meter lotet. Leider sind die Liegeplatzgebühren extrem hoch. Für unser Schiff bezahlten wir pro Nacht EURO 80.- plus Strom. Die Hafenmeisterin Frau Orfa ist sehr hilfsbereit. Bevor man die Marina ansteuert, empfiehlt es sich Liegeplatzinformationen per Telefon einzuholen denn die Marina ist vollkommen mit einheimischen Yachten belegt.

Die ASHDOD Marina bietet zur Zeit sehr preisgünstige Liegeplätze. Für EURO 3.- pro Meter LoA und Tag liegt man hier sehr geschützt. Die Einfahrt ist so ideal gebaut daß kein Schwell in die Marina kommt. Die Stadtnähe, ebenso die Nähe zu Tel-Aviv machen die Marina sicherlich zu einer attraktiven Anlage. Zur Zeit liegen in der riesigen Marina nicht mehr als 20 Yachten, davon sind gerade mal 2 Yachten von nicht Israelis.

Die beliebteste Marina für Überwinterer ist ASHKELON. Sie ist mit $ 0,20 pro Meter und Tag incl. Strom und Wasser sicherlich die Preisgünstigste. Die Marinaleitung ist bei allen Problemen sehr hilfsbereit, organisiert Ausflüge ect., kümmert sich um die Yachtis. Hier sind die meisten Überwinterer anzutreffen. Zur Zeit sind es etwa 15 Yachten, davon der größte Teil aus dem Roten Meer kommend. Die Marina bietet vom Travellift bis zur Waschmaschine alles was man von einer guten Anlage erwartet. Es ist vom Wetter her ein idealer Winterliegeplatz. Zur Zeit, ende Dezember beträgt die Tagestemperatur um die 23°C, in der Nacht kühlt es auf etwa 12° ab. Regentage sind für die Israelis leider, für uns um so schöner, sehr selten. Die Lebenshaltungskosten in Israel sind, wenn man gezielt einkauft etwa gleich oder leicht höher als jene in Deutschland.
Mehr Häfen oder Marinas für Yachten sind in Israel nicht zu finden.

Unsere Rumfahrerei hat ab Morgen auch ein Ende, heute waren wir in (G)AZA. Ihr könnt es euch nicht vorstellen welche Sicherheitsvorkehrungen dort bei der Einreise von Seiten der Israelis vorgenommen werden. Das ganze Land ist total abgeriegelt, man kommt nur durch zwei Übergänge in das Palästinenser-Land. Jegliche Einreise mit Israelischen Autonummern ist verboten, das heißt, du kommst mit dem Auto nicht hinein. Der Weg durch die Sicherheitszone ist nur zu Fuß zu bewerkstelligen. Die Israelis sitzen mit kugelsicheren Westen und umgehängtem Maschinengewehr hinter ihren Computern am Schreibtisch. Nach gründlichem Check des Gebäcks ect. bekommst Du vom V.I.P.-Büro eine Passierkarte für die 200 Meter Fußstrecke. An dem letzten israelischen Posten, umgeben von MG-Stellungen, mußt Du diesen Zettel wieder abgeben. Auf Palästinenserseite wird eine kurze Passkontrolle vorgenommen und ein "Herzliches willkommen in PALÄSTINA" wird dir unter dem großen Führer Arafat entgegengeschleudert. Ab jetzt kannst du mit dem Taxi weiterfahren, und dich im Lande frei bewegen. Es ist eine andere Welt, Israel erscheint unter diesen Umständen wie der Garten Eden. Mit Hilfe von UN und vielen anderen internationalen Organisationen wird versucht westliche Normalität in das Land zu bringen, doch bisher ist außer der gemeinsamen Währung noch nicht viel zu spüren. Bei der Ausreise finden auf Palästinenserseite keine Kontrollen statt. In Israel erst mal wieder beim ersten Bürocontainer melden, registrieren, Zettel entgegennehmen, Gebäck ect. in einen anderen Container zur Überprüfung bringen, Zettel abstempeln lassen, zurück zum ersten Container, Zettel abgeben, Pass in Empfang nehmen, zum V.I.P.-Büro, neuen Passierzettel abholen und zur letzten Kontrolle, Zettel abgeben und du kannst wieder zu deinem Auto laufen. Die Autos aus Palästina werden über Gruben kontrolliert, eine sehr lange Prozedur. Es dürfen nur wenige Palästinenser Autos nach Israel, ohne diese Kontrolle kommen nur Arafat, sein Bruder und UN-Autos durch. Da du in dem Land dich nur mit dem Taxi oder Bus bewegen kannst, dabei enorme Sprachprobleme auftreten, ist das Reisen sehr hindernisreich und schnell zu vergessen.


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