Hat zwar nichts mit Logik oder Religion zu tun, er ist auch nicht zeitgemaess, passt weder zur Wissenschaft noch sonst in unsere moderne, technologische Welt, aber es gibt diesen Aberglauben trotzdem. Bedingt durch das Zusammenleben von Menschen entstand, wohl aus Angst, Hilflosigkeit oder Ratlosigkeit heraus, der sogenannte Aberglaube. Mir hat es sehr viel Spass gemacht auf diesem Gebiet zu recherchieren und Beispiele zu sammeln, ich hoffe Ihnen macht es auch Spass beim Lesen.
Hier einige davon:
Wenn man anfängt einen neuen Pullover zu häkeln oder zu stricken, achtet man darauf, wer als erstes zur Tür hereinkommt. Es wird geglaubt, die
Strickphase wird ganz genau so verlaufen, wie derjenige ist, der ganz zufällig zur Tür hereinkam. Manche Frauen haben da gleich eine Lösung, um eine schlechte Strickgeschichte des
zukünftiges Pullover zu vermeiden:
Sie flüstern einem Kind, das z.B. für seine Ordentlichkeit und guten Charakter bekannt ist zu, es möge mal aus der Tür heraus und dann wieder hineingehen. Somit kann man glauben, das Stricken oder Häkeln des Pullovers wird ebenfalls gut verlaufen und es wird keine Probleme geben.
Weitere Beispiele für den Aberglauben:
Nachts die Naegel kürzen verkürzt auch das Leben.
Wenn in der Nacht Hähne krähen bringt es Krieg.
Das Baby an den Füsschen küssen bringt dem Baby Unglück.
Donnerstags Wäsche waschen macht reich.
Freitags das Haus putzen ist Sünde.
Wenn der Bräutigam vor der Hochzeit das Hochzeitskleid sieht bringt es Unglück.
Wer von dem Brautpaar während des Eheantrag-Unterschreibens dem anderen auf den Fuss tritt ist der Herscher des Hauses.
Die Körperlänge eines Kindes zu messen führt dazu, dass das Kind kurz bleibt, es wächst nicht mehr.
Zwischen zwei religiösen Festzeiten heiratet man nicht.
Falls eine schwangere Frau sich etwas Hässliches anschaut, wird auch das Kind hässlich.
Wenn ein Spiegel zerbricht, bringt es sieben Jahre Unglück.
Vor neidischen Blicken schützt das „Blaue Auge“.
Über ein Kind springt man nicht, sonst bleibt es kurz.
Kinderwäsche lässt man nicht länger als bis zum Sonnenuntergang hängen, sonst wird das Kind verzaubert.
In religiösen, heiligen Nächten, wird das Haus nicht mit dem Besen gefegt.
Wenn während des Gebetsrufes, des Ezan, ein Hund bellt, so bedeutet das die Nachricht von einem neuen Tod. Es wird jemand sterben.
Wenn das Baby im Haus krabbelt bedeutet dies, es wird Besuch kommen.
Finger- und Fussnägel werden nicht gleichzeitig gekürzt, sonst bedeutet es, dass man eine traurige und eine glückliche Nachricht auf einmal bekommen wird.
Schere und Messer wird nie von Hand zu Hand gereicht, Schere bedeutet Feind.
Grabsteine lesen und mit dem Zeigefinger auf Grabsteine deuten bringt Vergessenheit.
Nachts wird nicht Kaugummi gekaut. Es bedeutet das selbe wie totes Fleisch kauen.
Nachts wird nicht gepfiffen, es ruft die Teufel an.
Die Braut schreibt auf ihre Schuhesohlen die Namen aller Freundinnen die nicht verheiratet sind. Die, deren Name nach der Hochzeit noch zu lesen ist, wird als nächste heiraten.
Unter dem Regenbogen durchgehen ändert das Geschlecht Mann/Frau.
Eine schwarze Katze, die vor einem über den Weg läuft bringt demjenigen Unglück.
Zwei Babys die jünger als 40 Tage sind, werden nie in einem Raum gleichzeitig aufbewahrt, sonst wird geglaubt dass, das eine gesund und lange leben wird, das andere wird kürzer bleiben und früher sterben.
Besondere wichtige Sachen fängt man nicht am Dienstag an, denn Sali Sallanir, also Dienstag wackelt.
Wenn man sich etwas wünscht, während man zwischen zwei Menschen steht, die den gleichen Namen haben, so wird es wahr.
Wo jemand gestorben ist oder nach seinem Tod gewaschen wird, da wird 7 Nächte lang das Licht mit einer Kerze oder einer Lampe brennen gelassen.
Wenn ein Toter noch die Augen offen hat, so bedeutet es, dass er noch offenstehende Aufgaben aus seinem Leben nicht erledigt hat.
Auf dem Markt als erste Einkäuferin das Geld auf die Theke werfen, bringt dem Verkäufer Glück und gute Geschäfte.
Mit dem rechten Auge zwinkern bedeutet Gesundheit, mit dem linken Reichtum.
Kitzelgefühl an der rechten Hand bedeutet man wird Geld ausgeben, an der linken Hand, man wird welches bekommen.
Kleider ausbessern, ohne sie auszuziehen, während man sie trägt, bringt Vergessenheit.
Beim Wasser trinken wird die linke Hand auf die Stirn gehalten.
Umgedrehte Schuhe und Pantoffel bringen nichts Gutes.
Hinter einem Reisenden der sich herzlich von den Hausmitgliedern verabschiedet wird Wasser geschüttet. Damit er wiederkommt, wie das Wasser fliesst. Es bringt ihn zurück
Grüne Zwiebel- und Eierschalen verbrennt man nie.
An welchem Ort man den neu abgefallenen Nabel eines Neugeborenen begräbt, zeigt an, welchen Beruf das Baby später wählen wird. Favoriten sind Krankenhausgärten, dann soll das Kind später Arzt werden, oder Universitätsgärten, dann wird es sicher studieren.
Wenn man beim Schwören einen Fuss hochhebt, so gilt der Schwur nicht.