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Union Internationale des Associations d'Alpinisme




Die Union Internationale des Associations d'Alpinisme (Abkürzung UIAA, Bezeichnung International Mountaineering and Climbing Federation; etwa „Internationale Union der Alpinismusvereinigungen) ist eine Vereinigung internationaler. Die UIAA hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, strenge Sicherheitsnormen für Bergsportausrüstung wie und sonstige Hardware zu definieren. Die UIAA unterstützt außerdem junge, beispielsweise durch gemeinsame Auslandsfahrten, und setzt sich für den ein.

Gegründet wurde die UIAA in Chamonix Frankreich von 18 Repräsentanten nationaler Alpinistenvereine. Mittlerweile gehören der UIAA 91 Organisationen an, darunter der Deutsche Alpenverein und der Österreichische Alpenverein.
Der Sitz der UIAA ist in Bern.

UIAA-Skala

Die Normierung der Schwierigkeitsgrade in einer Bewertungsskala, der sogenannten UIAA-Skala, ermöglicht den Vergleich verschiedener Kletterrouten im Fels anhand ihrer Schwierigkeit. Die UIAA-Skala wird in römischen oder arabischen Ziffern angegeben. Sie erstreckt sich von 1 bis 11, wobei die Schwierigkeit mit dem Grad wächst. Darüber hinaus sind Feinabstufungen mit Plus- oder Minuszeichen (z. B. 7- für eine leichte Route im 7. Grad oder 5+ für eine schwierige 5er) gebräuchlich.
Bewertung Erklärung frz. Skala sächsische Skala
I Geringe Schwierigkeiten. Einfachste Form der Felskletterei (doch kein leichtes Gehgelände!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichtes erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit ist bereits erforderlich. 1 -
II Mäßige Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei, welche die Drei-Punkt-Haltung erforderlich macht. 2 -
III Mittlere Schwierigkeiten. Zwischensicherungen an exponierten Stellen empfehlenswert. Senkrechte Stellen verlangen bereits Kraftaufwand. Geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern. 3 III
IV Große Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei schärferer Richtung. Erhebliche Klettererfahrung notwendig. Längere Kletterstellen bedürfen meist mehrerer Zwischensicherungen. Auch geübte und erfahrene Kletterer bewältigen Passagen dieser Schwierigkeit gewöhnlich nicht mehr ohne Seilsicherung. 4a IV
IV+ entsprechend IV der oberen Grenze 4b V
V- entsprechend V der unteren Grenze 4c
V Sehr große Schwierigkeiten. Zunehmende Anzahl an Zwischensicherungen ist die Regel. Erhöhte Anforderungen an körperliche Voraussetzungen, Klettertechnik und Erfahrung. Lange hochalpine Routen im Schwierigkeitsgrad V zählen bereits zu den ganz großen Unternehmungen in den Alpen und außeralpinen Regionen. 4c/5a VI
V+ entsprechend V der oberen Grenze 5b
VI- entsprechend VI der unteren Grenze 5c VIIa
VI Überaus große Schwierigkeiten. Die Kletterei erfordert weit überdurchschnittliches Können und hervorragenden Trainingsstand. Große Ausgesetztheit, oft verbunden mit kleinen Standplätzen. Passagen dieser Schwierigkeit können in der Regel nur bei guten Bedingungen bezwungen werden. 6a VIIb
VI+ entsprechend VI der oberen Grenze 6a VIIc
VII- entsprechend VII der unteren Grenze 6a+ VIIIa
VII Außergewöhnlich große Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch die besten Kletterer benötigen ein regelmäßiges, an die Gesteinsart angepasstes Training um Routen dieser Schwierigkeit zu meistern. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerlässlich. 6b/6b+ VIIIb
VII+ entsprechend VII der oberen Grenze 6b+/6c VIIIc
VIII- keine wörtliche Entsprechung mehr 6c+ IXa
VIII 7a IXb
VIII+ 7a/7b IXc
IX- 7b/7b+ Xa
IX 7c Xb
IX+ 7c/8a Xc
X- 8a XIa
X 8a/8b XIb
X+
XI-
XI
Für Laien hat den Unterschied einmal Reinhold Messner so beschrieben:

Die Benesch-Skala

Im Jahre 1894 erschien im Wiener Artaria-Verlag der "Specialführer auf die Raxalpe", den Fritz Benesch verfasste. Dieser Führer sorgte für Aufsehen, da es in ihm eine grundlegende Neuerung gab: Jeder Anstieg war mit einer römischen Ziffer versehen, die die Schwierigkeit der jeweiligen Führe darstellen sollte. Diese Neuerung (bisher wurden Touren durch weniger Aussagekräftige Begriffe bewertet: "leicht", "schwer", "schwierig", usw.) setzte sich bald durch und wurde auch für andere Gebiete, wie Schneealpe, Hohe Wand und Peilstein angewendet. Benesch teilte ursprünglich die Schwierigkeiten in VII Stufen ein, wobei damals die mit I bewerteten Touren die schwierigsten waren. Bald wurden aber Routen begangen, die schwieriger waren als die bisherigen und somit nicht in diese Rangordnung passten. Benesch musste sich also zunächst mit diesem Problem auseinandersetzen. In seiner 1909 erschienenen 4. Auflage merkte er an, dass die schwierigeren Pfade außer acht gelassen werden, um die bisherige Einteilung nicht zu stören. Solche Steige wurden einheitlich, ohne Unterschied, mit "0" bewertet. Die Benesch-Skala machte Schule und es entstanden in fast allen Teilen der Kalkalpen (im kristallinen Bereich der Westalpen bzw. des östlichen Alpenhauptkammes hielt man noch jahrzehntelang an der verbalen Schwierigkeitsbewertung fest) versuchsweise ziffernmäßige Schwierigkeitsbewertungen (z.B. "Heß-Pichl-Skala", "Wiener-Skala", "Welzenbachskala"). Es setzte sich aber dann die für den ganzen Alpenraum gültige, sechsteilige "Alpenskala" durch die dann von der nach oben hin offenen UIAA-Skala abgelöst wurde.



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